Urlaub

 

Urlaubszeit – Ich & mein Haustier

 

Nicht alle Haustiere reisen gerne mit, wenn das Frauchen oder Herrchen in den Urlaub fährt. Durch Veränderungen der Umgebung, dem Tageablauf des Tieres, fremde Gerüche sowie der vorprogrammierte Reisestress machen den lieben Tierchen schwer zu schaffen. Wichtig ist hier eine sorgfältige Vorbereitung.

Wenn Sie sich entscheiden, Ihrem Haustier den Reisestress sowie die anderen oben genannten Punkte zu ersparen, sollten Sie jedoch auch hier einiges beachten.

Alle Arten von Haustieren sollten in fachkundige Hände gegeben werden, denn nur so ist gewährleistet, dass Ihr treuer Freund Ihre Abwesenheit gut übersteht. In Frage kommen hier eventuell freundliche Nachbarn, Bekannte und Verwandte. Wenn diese keine Zeit haben, so ist es ratsam so früh wie möglich einen geeigneten Pflegeplatz (Tiersitter, Tierpension) zu suchen. In Frage kämen natürlich auch die örtlichen Tierschutzvereine, wobei diese jedoch teilweise Ihre Kapazitäten für mögliche Fundtiere freihalten müssen. Das Tierheim in Alpirsbach nimmt zum Beispiel auch eine gewisse Anzahl an Pflegetieren auf.

 

Bei Tierpensionen sollten Sie auf folgende Dinge achten:

  • Ist ein Sachkundenachweis der Pfleger vorhanden
  • Regelmäßiger Besuch eines Tierarztes
  • Wird auf wichtige Impfungen wert gelegt
  • Welchen Eindruck machen Pflegetiere (munter, gepflegt, ängstlich)
  • Unterkünfte (beheizt, sauber, ausbruchsicher)
  • werden Sonderwünsche berücksichtigt
  • Zeit der Pfleger für jedes einzelne Tier

 

Wenn Sie nun einen geeigneten Tierbetreuer für Ihr Haustier gefunden haben, so ist es wichtig die beiden mit einander vertraut zu machen, damit sich beide kennen und der Betreuer möglichst viel über das zu betreuende Tier weiß. Während der Pflegezeit sollten keine Fütterungsexperimente durchgeführt werden. Am besten ist es den normalen Tagesablauf des Heimtieres weitestgehend beizubehalten.

Wichtig ist ebenfalls den Tierbetreuern für Notfälle einen Tierpass zu erstellen, in dem alles wichtige über Ihr Haustier enthalten ist, z. B. Gewohnheiten, Nahrung (wann, wie oft, wie viel), gewohnte Spaziergänge und Streicheleinheiten) sowie zusätzlich die Nummer des Tierarztes und die Anschrift Ihres Feriendomizils.

 

Informationen über alle wichtigen Themen rund um Urlaub & Heimtier erhalten Sie bei den örtlichen Tierschutzvereinen, beim deutschen Tierschutzbund sowie beim Tierarzt. Informationen zu Pflegestellen erhalten Sie außerdem auch aus Inseraten in Tagezeitungen und Tierzeitschriften.

 

 

Ihr bester Freund

 

Hunde sind normalerweise unkomplizierte Reisebegleiter, aber trotzdem sind einige Dinge zu beachten.

 

Die Ernährung:

Die letzte Mahlzeit Ihres Vierbeiners sollte 12 Stunden vor der Abreise sein. Viel frisches Wasser, auch während der Reise ist ein muss. Wichtig ist auch ausreichend Freilauf vor der Abreise sowie bei kleinen Pausen zwischendurch.

 

Der Transport:

Der Platz Ihres Hundes befindet sich ganz hinten mit stabilem Trenngitter zum Vorderraum. Fenster sollten während der Fahrt geschlossen bleiben, da sich Ihr Hund durch den Fahrtwind eine Bindehautentzündung zu ziehen kann. TABU ist der Kofferraum, kein Hund erträgt so einen Transport.

 

Das Ein- & Aussteigen:

Der Hund nimmt immer die Beifahrer- oder Hecktür. Beim Einsteigen steigt erst der Hund dann der Beifahrer zu. Beim Aussteigen verhält es sich genau anders herum, erst der Beifahrer dann Ihr Vierbeiner.

 

Aufenthalt im Auto:

Wenn der Hund kurze Zeit im Auto gelassen werden muss, dann sollten Sie versuchen einen schattigen Platz zu finden, bedenken Sie aber, dass sich der Sonnenstand verändert. Hunde halten hohe Temperaturen nicht aus, da sie nicht über die Haut schwitzen können. Auch ein teilweise geöffnetes Fenster bietet im Hochsommer keine ausreichende Luftzirkulation. Hund dürfen im Auto nicht angeleint werden.

 

Am Strand:

Prüfen Sie ob Hunde am Strand erlaubt sind. Wenn Ja, dann achten Sie bitte dringend auf Sauberkeit  – Tier & Mensch werden es ihnen danken. Auskünfte erhalten Sie bei den zuständigen Fremdenverkehrsämtern oder den örtlichen Touristeninformationsbüros. Wenn Ihr Hund Salzwasser getrunken hat braucht er dringend frisches Trinkwasser. Denken Sie immer an ausreichen Süßwasservorräte und den Trinknapf für Ihr Tier. Nach einem Bad im Salzwasser duschen Sie Ihren Hund mit Süßwasser ab, da es wichtig ist das Fell vom Salz zu reinigen.

Auch Hunde können Sonnenbrand bekommen. Vor allem Hunde mit hellem Fell sind an den wenig behaarten Stellen (Ohren, Nase und Bauch) stark betroffen. Denken Sie dringend an einen schattigen Platz für Ihren Hund um Ihn nicht der direkte Bestrahlung der Sonne auszusetzen. Dies kann zu einem Sonnenstich führen.

 

In den Bergen:

Stimmen Sie Ihre Touren auf Kondition des Vierbeiners ab. Wählen Sie nur Strecke die keine für den Hund unüberwindlichen Klettersteige aufweist. Eine frühzeitige Information ist auch hier ein muss.

 

Wichtig ist auch die Erkundigung in Ihrem eventuellen Reisedomizil, ob Hunde überhaupt erwünscht sind.

 

Seit dem 03. Juli 2004 ist in verschiedenen Ländern bei der Einreise für Hunde der Heimtierausweis erforderlich. Nähere Informationen erhalten Sie unter den Navigationspunkten "Checkliste", Adressen/Tel. Nr. und Grenzinformationen.

 

Ihr Stubentiger

 

Katzen fühlen sich im vertrauten Revier am wohlsten. Sie können aber natürlich auch mit auf Urlaubsreise gehen, wenn Herrchen oder Frauchen sich von Ihrem Stubentiger schwer trennen können.

 

Die Ernährung:

Die letzte Mahlzeit für Ihren Vierbeiner sollte 5 Stunden vor der Abreise sein. Katzen benötigen erst frisches Trinkwasser, wenn Sie 5 Stunden oder länger unterwegs sind. Wichtig ist auch ausreichend Freilauf vor der Abreise.

 

Der Katzentransport:

Es gibt kaum Samtpfoten die zugunsten einer Autofahrt gerne den sicheren Boden unter sich verlieren. Katzen die nicht von klein auf an das Auto fahren gewöhnt wurden, sollten besser zuhause gelassen werden. Ihre Katze sollte in einer geschlossenen Transportbox reisen, die zuhause schon inspiziert werden durfte. Zusätzliche Sicherheit der Box ist empfehlenswert – für Katze und Mitfahrer.

 

Kleintiere und Vögel

 

Kleintiere sind ebenfalls besser zuhause und in fachkundiger Betreuung aufgehoben, da Hitze und krasse Temperaturveränderungen schlecht vertragen werden und zum gesundheitlichen Risiko werden können.

 

Vögel sollten möglichst ebenfalls nicht verreisen, da sie auf veränderte Umgebung mit Durchfall und Kreislaufbeschwerden reagieren können.

 

Sollten Sie sich jedoch entschliessen Ihren Vogel oder Ihren Hasen usw. mit in den Urlaub zu nehmen, so sind diese ebenfalls in geschlossenen Transportkörbe oder Kästen zu befördern.

 

Andere Möglichkeiten mit Tieren zu reisen:

 

Bahnreisen.

Kleine Tiere, die in Transporttaschen passen, dürfen umsonst Bahn fahren. Für größere Hunde ist eine Bahnkarte zu lösen. Der Fahrpreis beträgt hier 50 % des normalen Fahrpreises. Erfreulicherweise gelten hier auch die meisten Tarifermäßigungen. Leine + Maulkorb sind Pflicht.

Informieren sie sich rechtzeitig über die Aufenthalte, damit Ihr Vierbeiner ab und zu eine Gassipause machen kann.

 

Flugreisen:

Kleine Hunde und Katzen meist bis 5 Kilo (inkl. Wasserdichtem Transportbehältnis) zählen in der Regel zum Handgepäck. Tiere dürfen aber oft nur in die Kabine, wenn eine bestimmte Höchstzahl an Haustieren auf dem jeweiligen Flug nicht überschritten wird. Daher unbedingt früh buchen.

Größere Hunde reisen in einer Transportbox im klimatisierten Frachtraum. Die Transportbox ist meist selber mitzubringen. Bitte informieren Sie sich daher rechtzeitig über genaue Anforderungen der einzelnen Fluggesellschaften. Meist richtet sich der Flugpreis nach Gewicht des Tieres inkl. der Transportbox.

 

 

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